Im Internet auf dem Bauernhof einkaufen

Immer mehr Menschen greifen auf die Produkte vom Bauernhof zurück und kaufen dort einen großen Teil ihrer Lebensmittel ein. Verwunderlich ist es nicht, denn immer öfters wird in den Medien von Lebensmittelskandalen berichtet, wie erst vor kurzem über den Fund von giftigem Dioxin in Schweinefleisch, Eiern, Tierfutter und Co. Es werden zwar strengere Auflagen für die Futtermittel vom Gesetzgeber beschlossen, doch zum Einen sind schon die Lebensmittel von Schadstoffen oftmals versetzt und zum Anderen dauert es doch einige Zeit, bis diese neuen Auflagen auch wirklich zum Einsatz kommen.

Doch nicht jeder hat einen Bauernhof in der eigenen Wohnortnähe, wo er seine frischen und vor allen Dingen gesunden Nahrungsmittel kaufen kann und hier kommt dann das Internet ins Spiel. Im Internet auf dem Bauernhof einkaufen? Das werden sich sicherlich einige fragen und sagen, das geht doch gar nicht. Bereits 1989 wurde die Fördergemeinschaft „Einkaufen auf dem Bauernhof“ von Landwirtschaftskammern und Landesbauernverbänden ins Leben gerufen und diese ist heute selbstverständlich auch in der virtuellen Welt vertreten.

Die Vorteile der Fördergemeinschaft

In erster Linie stand der Bauernhof als neue alte Einkaufsstätte im Mittelpunkt, die wieder besonders hervorgehoben werden sollte. Vor Jahrzehnten kauften die Menschen noch vermehrt ihre Nahrungsmittel direkt beim Bauern ein, doch durch das Expandieren der Großstädte wurde das Einkaufen auf dem Bauernhof immer weiter verdrängt. Heute ist die Fördergemeinschaft nicht mehr ausschließlich auf die Werbegemeinschaft beschränkt, sondern werden hier die Interessen der landwirtschaftlichen Direktvermarkter vertreten.

Durch die Fördergemeinschaft wird eine einheitliche Definition aufgestellt, die für die landwirtschaftliche  Direktvermarktung eintritt. Somit wird auch dem Verbraucher gegenüber für mehr Transparenz gesorgt. Mit dieser Definition wird gleichzeitig die Grundlage der Nutzungsbedingungen für Bauernhöfe festgelegt, die mit dem Siegel „Einkaufen auf dem Bauernhof“ versehen sind. Bei Bauernhöfen, die dieses Zeichen führen, kann man sich als Verbraucher sicher sein, dass hier gewisse Regeln beachtet werden.

Die Regeln der Fördergemeinschaft für landwirtschaftliche Direktvermarkter

Als erste Regel muss es sich beim landwirtschaftlichen Direktvermarkter um ein landwirtschaftliches Unternehmen handeln. Es dürfen keine Handelsbetriebe oder Unternehmen ihre Produkte anbieten, die eine gewerbliche Tierhaltung haben. Alle angebotenen Produkte müssen weiterhin aus der eigenen Erzeugung stammen bzw. können von anderen Bauernhöfen dazu gekauft werden, müssen jedoch dann unter deren Erzeugernamen verkauft werden. Bei zugekauften Produkten muss stets diese Angabe für den Verbraucher ersichtlich sein. Sollen Produkte verkauft werden, die man nicht der Direktvermarktung aus der Landwirtschaft zuordnen kann, darf hierbei die Umsatzgrenze von maximal 20 Prozent nicht überstiegen werden.

Nur die selbsthergestellten Nahrungsmittel und andere Produkte sowie Dienstleistungen vom Bauernhof sind das Besondere an der landwirtschaftlichen Vermarktung. Die Kunden können sich selbst über die Herkunft und über die Erzeugungsweise informieren und können somit sicher sein, dass sie wirklich gesunde Produkte aus eigenem Anbau erhalten.

Das bevorzugte Einkaufen auf dem Bauernhof

Wer sich dazu entschließt, auf dem Bauernhof einzukaufen, der wird auch wieder den einzigartigen Geschmack neu entdecken. Die Rezepte für Wurst, Käse und Co. beruhen noch auf den alten Traditionen und werden den Gaumen verwöhnen. Diese Produkte heben sich doch deutlich vom herkömmlichen Angebot aus dem Discounter ab und die etwas reifere Generation wird sich beim Verzehr wieder in die eigene Kindheit zurück versetzt fühlen.

Gleichzeitig können im Internet auch wieder vermehrt Produkte aus der eigenen Region gekauft werden. Positiv wirkt sich der Kauf auf dem Bauernhof genauso auf die Infrastruktur und Arbeitsplätze aus, denn damit können die kleinräumigen Kreisläufe der Wirtschaft wieder belebt werden.

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